Gut gespielt und knapp verloren

TV Oyten unterliegt bei SFN Vechta – Jana Stoffel muss mit einer Ellbogen-Verletzung ins Krankenhaus


Jana Stoffel hat sich im Auswärtsspiel bei SFN Vechta den Ellbogen ausgekugelt. (Foto: Björn Hake)

Der TV Oyten hat in der 3. Liga der Frauen bei SFN Vechta wahrlich kein schlechtes Spiel abgeliefert. Die "Vampires" liefen in dem Auswärtsspiel über weite Strecken einem knappen Rückstand hinterher, gaben aber nie auf und kamen in der Schlussphase zweimal zum Ausgleich. Belohnt wurde die vorbildliche Moral des Tabellenvorletzten am Ende allerdings nicht. Bei der Schlusssirene leuchtete ein 28:27 (14:13)-Sieg des Rangvierten von der Anzeigetafel der Sporthalle Vechta-West.

"Wir sind im Spiel, verpassen es aber, die Partie durch eigene Unzulänglichkeiten zu drehen", sagte Marc Winter, der den TV Oyten mit Lars Müller-Dormann trainiert. Für Winter hätte die Begegnung auch ebenso gut mit einem Unentschieden oder einem Sieg für den TV Oyten enden können. "Der letzte Siebenmeter war nie und nimmer einer und zwölf Sekunden vor dem Ende unterläuft einer Spielerin von Vechta ein klares Fußspiel. Anstatt, dass es Freiwurf für uns gibt, bleibt der Gegner in Ballbesitz", haderte Winter mit den Entscheidungen der Unparteiischen in der Schlussphase der Begegnung. "Wir haben es zugelassen, dass die Schiedsrichter in den letzten fünf Minuten zu einem entscheidenden Faktor werden – das müssen wir uns vielleicht vorwerfen lassen."

Schockmoment für die Gäste.

In Vechta waren beide Teams über 60 Minuten auf Augenhöhe. Nach einem Treffer von Jasmin Johannesmann hatten die Gäste einen 1:4-Rückstand (5.) in einen 7:6-Führung gedreht (13.). Kreisläuferin Johannesmann warf die Winter-Sieben kurz vor der Pause erneut nach vorne – 13:12. Auch das 14:17 zu Beginn der zweiten Halbzeit steckten die Spielerinnen aus dem Landkreis Verden gut weg. Nach einem Tor von Isabel Schengalz war der TV Oyten wieder dran – 16:17 (36.). Danach blieben die "Vampires" in Schlagdistanz. "Wir hatten genug Möglichkeiten, um die Partie zu drehen", schilderte Winter.

Drei Minuten vor dem Ende war das Match für Jana Stoffel vorzeitig zu Ende. Mit einem ausgekugelten Ellenbogen musste die erfahrene Linksaußen ins Krankenhaus. Auch den Schockmoment steckten die Gäste weg. Nachdem Tina Schwarz per Siebenmeter für Vechta zum 28:26 getroffen hatte, verkürzte Nathalie Meinke 28 Sekunden vor der Schlusssirene auf 28:27. Zu mehr reichte es dann nicht mehr.

Zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde in der Staffel A gibt sich der Coach realistisch. "Der anvisierte sechste Platz ist natürlich jetzt ein gutes Stück weg. Langsam müssen wir uns mit der Abstiegsrunde anfreunden", warf der Trainer schon einmal einen kleinen Blick nach vorne. Sollte es für die "Vampires" tatsächlich in dieser Runde weitergehen, will der Lehrer aus Bremen zumindest mit einer ausgeglichenen Punktebilanz in diese gehen. "Wir spielen in diesem Jahr noch dreimal zu Hause. Schauen wir mal, was da noch geht", richtet sich sein Fokus zunächst auf die Partien gegen den TSV Wattenbek, den Buxtehuder SV II und das Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen II.

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Jürgen Prütt

22.11.2021, 07:09 Uhr Presseberichte