Doppelte Zufriedenheit

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Handball-Oberliga: Wie die Trainer der SG Achim/Baden und des TV Oyten das bisherige Abschneiden beurteilen

Acht Spieltage sind in der Handball-Oberliga Nordsee abgehakt. Damit haben die beiden kreisverdener Teams – die SG Achim/Baden und der TV Oyten – bereits ein knappes Drittel der Saison 2022/2023 hinter sich. Womit nicht zu rechnen war: Nach diesen acht Spielen trennt die SG und den TVO lediglich ein einziger Zähler. Die Achimer stehen mit 7:9 Zählern auf Rang acht der 14er-Staffel, Oyten folgt mit 6:8 Punkten auf dem neunten Platz. Die Zwischenbilanz der Oytener kann sich vor allem deshalb sehen lassen, weil sie einen heftigen Rückschlag nach dem zweiten Spieltag überraschend gut weggesteckt haben.

Zu jener zweiten Partie trat der Aufsteiger aus Oyten in Rotenburg an. Die Gäste verloren auch deshalb mit 28:30, weil Leistungsträger Noah Dreyer eine längere Verschnaufpause benötigte. Für Dreyer war es zudem der bislang letzte Einsatz. Denn einige Tage später zog er sich einen Mittelhandbruch zu. Für den TVO musste das Schlimmste befürchtet werden. Wie würde sich das Team des Trainerduos Marc Winter/Lars Müller-Dormann ohne einen seiner besten Spieler schlagen? Das war die große Frage. Mittlerweile lässt sich sagen: Die „Vampires“ kommen auch ohne Dreyer gut in der Oberliga zurecht. Von sechs Spielen, in denen die Coaches auf Dreyer verzichten mussten, gewann der TVO drei. Besonders beeindruckte der Aufsteiger am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den TvdH Oldenburg. Der Hunteklub wurde beim 28:15 förmlich aus der Halle gefegt.

Den Eindruck, dass es für den TV Oyten hätte viel schlimmer kommen können, bestätigt Lars Müller-Dormann: „Wir haben den Ausfall von Noah doch recht gut kompensiert.“ Für den Moment seien er und sein Trainerkollege Marc Winter mit dem bislang erreichten zufrieden. „Wenn man dann aber doch ein bisschen meckern will: Am liebsten hätten wir noch zwei Punkte mehr auf dem Konto“, blickt Müller-Dormann besonders auf die Niederlage in Rotenburg zurück, die für die „Vampires“ durchaus zu verhindern gewesen wäre. In dem Derby war das Team aber eben noch nicht in der Lage, das Fehlen von Noah Dreyer zu kompensieren, als diesem von den beiden Trainern eine längere Verschnaufpause gewährt worden war.

Zufriedenheit nach einem knappen Drittel der Saison herrscht auch wenige Kilometer von Oyten entfernt. „Grundsätzlich können wir mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sein. Auch wenn man sieht, gegen wen wir schon alles gespielt haben. Bis auf Habenhausen haben wir schon alle von ganz oben in der Tabelle gehabt“, sagt SG-Trainer Florian Schacht über das Abschneiden seiner Mannschaft. Wie sein Pendant beim TVO hätte sich aber auch der Coach des früheren Zweitligisten, der seine erste Saison als Oberligatrainer absolviert, den einen oder anderen Zähler mehr erhofft. „Drei Punkte mehr können es ruhig sein“, nennt Schacht eine konkrete Ziffer. Einen Punkt mehr hätte er gerne aus Delmenhorst mitgenommen. Die Begegnung endete 30:30. Zudem trauert Schacht noch ein wenig den Zählern nach, die am vergangenen Wochenende in der Gymnasiumhalle verteilt worden sind. In Achim unterlag die SG dem HC Bremen mit 28:31.

„Wir haben das Spiel noch einmal genau analysiert. Zudem hat die Mannschaft auch noch einmal teamintern ohne die Trainer gesprochen“, erzählt Florian Schacht. Das Resultat der Ergebnisse: Die eigenen Fehler müssen heruntergeschraubt werden, um erfolgreich in der ausgeglichenen Liga zu sein. „Wir wissen alle, dass wir einen guten Handball spielen können, müssen aber eben unsere Leistung stets auf die Platte bringen“, hebt der Coach der SG Achim/Baden hervor.

Nun geht es für die SG und den TVO in Spieltag Nummer neun. Beide müssen am Sonnabend ab 19.30 Uhr auswärts ran. Für Oyten geht es zum ehemaligen Bundesligisten und Drittligaabsteiger VfL Fredenbeck. Nach dem Coup gegen Oldenburg können die „Vampires“ in der altehrwürdigen Geestlandhalle vollkommen befreit aufspielen. „Das ist definitiv so“, findet auch Müller-Dormann, der vor der Partie überhaupt keinen Druck auf seine Sieben aufbauen will. „Wir treffen auf einen Gegner mit einer größeren Kragenweite. Wir müssen diesmal wieder ein bisschen improvisieren und ein paar Dinge für die kommenden Wochen ausprobieren.“

Damit spricht Lars Müller-Dormann einen weiteren längeren Ausfall eines Rückraumspielers an. Gegen den TvdH zog sich Marc Lange einen Fingerbruch zu. „Am Dienstag wird er operiert. Dieses Jahr ist für ihn gelaufen“, bedauert der Coach das Fehlen eines weiteren Spielers aus dem Rückraum der „Vampires“. Doch auch ohne Lange wolle man die Begegnung in Fredenbeck dazu nutzen, um „den nächsten Entwicklungsschritt zu machen“, wie es Lars Müller-Dormann ausdrückt.

Während die Oytener klarer Außenseiter sind, bekommt es die SG Achim/Baden mit einem Kontrahenten aus der Kategorie „machbar“ zu tun. Die Fahrt endet für die Schacht-Sieben in der Sporthalle „Auf dem Delm“ – der Spielstätte des SV Beckdorf. Dass seine Truppe in dem Duell aufgrund der Niederlage gegen den HC Bremen unter einem gewissen Druck steht, denkt Florian Schacht nicht. Eine Reaktion wolle seine Mannschaft jedoch definitiv zeigen. „Das will Beckdorf nach seiner Niederlage gegen Bremervörde aber sicher auch“, spricht Schacht die 17:22-Schlappe des kommenden Gegners an. Der SG-Coach glaubt jedoch fest an seine Spieler. „Wir werden in Beckdorf ein vernünftiges Resultat erzielen“, sagt er. Verzichten muss Schacht in Beckdorf auf Torhüter Martin Dybol sowie auf Kreisläufer Malte Meyer.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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