Eine Nummer zu groß

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Der TV Oyten muss sich dem TV Cloppenburg deutlich mit 23:41 geschlagen geben

Vergangene Saison trennte den TV Oyten und den TV Cloppenburg – rein an der Ligazugehörigkeit gemessen – eine kleine Welt. Der TVO spielte da noch in der Verbandsliga, Cloppenburg in der 3. Liga. Jetzt sind beide Teams in der Handball-Oberliga beheimatet und trafen am Sonntag in Oyten aufeinander. So ungleich wie die Ligazugehörigkeit in der Vorsaison war, ist nun das Duell verlaufen. Der Aufstiegskandidat aus Cloppenburg siegte mit 41:23 (17:9) beim Aufsteiger.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Die „Vampires“ waren zumindest in der Anfangsphase in der Lage, mit dem hohen Favoriten mitzuhalten. 5:5 stand es nach zehn Minuten. Leonard Fischer war für den TVO der Ausgleich gelungen. Jedoch hatten die Gastgeber bereits zu diesem Zeitpunkt gute Möglichkeiten liegen gelassen. Chancen gab es in der Folge für die Sieben der beiden TVO-Coaches Lars Müller-Dormann und Marc Winter aber kaum noch. Der Grund: Cloppenburgs Abwehr wurde stabiler, wodurch Oyten teils zu überhasteten Würfen gezwungen wurde. Ein weiteres Problem gesellte sich für den TVO hinzu: Cloppenburg war auch in der Offensive gut drauf, zog nach Fischers Ausgleich zum 5:5 davon und hatte die zwei Punkte eigentlich schon beim Abpfiff der ersten Halbzeit in der Tasche.

Teams mit unterschiedlichen Zielen

Nach der Pause sollte sich am Spielverlauf nichts mehr verändern. Der TVC blieb das dominante Team und steuerte dem Auswärtssieg in der Pestalozzihalle unbeirrt entgegen. Erstmals zweistellig war der Unterschied zwischen den beiden Konkurrenten in der 34. Minute, als Kevin Heemann für die Gäste zum 20:10 getroffen hatte. Beim Abpfiff lagen satte 18 Treffer zwischen den beiden Mannschaften, die sich für diese Saison vollkommen unterschiedliche Ziele gesteckt haben.

Aus diesem Grund gingen Winter und Müller-Dormann nicht hart mit ihren Spielern, die am Saisonende einzig und allein den Klassenerhalt in der Hand haben wollen, ins Gericht. „Um in der Oberliga etwas zu holen – und vor allem gegen Gegner wie Cloppenburg – muss alles funktionieren“, sagte Marc Winter. Dies sei am Sonntag nun einmal nicht der Fall gewesen. „Unsere Torhüter haben nicht viel gehalten und aus dem Rückraum sowie von Rechtsaußen haben wir auch nicht gut genug getroffen“, sagte Winter. Lars Müller-Dormann sagte mit Blick auf die Defensivarbeit der Gastgeber: „Gegen Mannschaften wie Cloppenburg musst du in der Abwehr noch viel mehr ackern. Und wenn man dann deutlich hinten liegt, kommt eben auch der Kopf hinzu.“

Das ungleiche Duell wollen die beiden Trainer jedoch schnell abhaken und richten den Blick auf das nächste Spiel, das in zwei Wochen erneut in der Oytener Pestalozzihalle angepfiffen wird: Anfang Dezember reist der HC Bremen an. Dieser Gegner gehört schon eher in die Kategorie, die der TVO besiegen kann, damit am Ende der Saison das große Ziel Klassenerhalt steht.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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