
TV Oyten Vampires patzen gegen den Tabellenletzten, ehe es emotional wird
12. April 2026 | 1. Damen
War es nun der Bedeutungslosigkeit der Partie gegen die HSG Hunte-Aue Löwen geschuldet, oder haben die anstehenden emotionalen Verabschiedungen die Beine und Arme der Spielerinnen des Handball-Regionalligisten TV Oyten Vampires gelähmt? Vermutlich eine Mischung aus beidem. Anders lässt sich die schwache Leistung beim 25:28 (14:17) gegen den feststehenden Absteiger nicht erklären.
Daher wollte Thomas Cordes im Anschluss auch gar nicht erst um den heißen Brei herumreden. „Es war klar, dass es ein zäher Nachmittag wird. Trotzdem müssen wir das Spiel gewinnen. Aber dafür hätten wir anders auftreten müssen", attestierte der TVO-Trainer seinem Team insbesondere eine katastrophale Chancenverwertung. Schon in der Anfangsphase wurde schnell deutlich, dass sich das Schlusslicht einiges vorgenommen hatte. Nicht von ungefähr sah sich Cordes beim 4:7 (10.) auch frühzeitig zu einer Auszeit genötigt. Wirklich besser wurde es in der Folge jedoch nicht. „Wir haben in der Deckung einfach keinen Zugriff gefunden. Auch im Abschluss fehlte es einfach an der nötigen Konzentration", bemängelte der TVO-Coach. „Und dass wir gegen diesen Gegner in der ersten Halbzeit 17 Tore kassieren, ist einfach entschieden zu viel." Dennoch war Cordes guten Mutes, die Partie trotz des 14:17-Rückstands noch drehen zu können.
„Es war klar, dass es ein zäher Nachmittag wird. Trotzdem müssen wir das Spiel gewinnen. Aber dafür hätten wir anders auftreten müssen."
Nach dem Wechsel setzten sich die Fehlwürfe zunächst jedoch nahtlos fort. Unter anderem scheiterte Sarah Kennerth gleich zweimal per Siebenmeter an der starken HSG-Torhüterin Jessika Michel. Nach dem 15:19 erzielte Youngster Amelie Nienaber beim Saisondebüt gleich ihren ersten Treffer und wurde nach dem zweiten Streich zum 17:20 (38.) von der kompletten TVO-Bank gebührend gefeiert. Und es kam noch besser. Zunächst glich Lena Prütt zum 21:21 aus, ehe Maja Hidde ihre Farben beim 22:21 (44.) erstmals wieder in Führung brachte. Cordes: „Da hatte ich schon das Gefühl, dass wir das Ding noch ziehen können." Aber daraus wurde nichts, da Michel das Tor der „Lady Lions" in der Folge regelrecht vernagelte. In der entscheidenden Phase kaufte sie den Vampires beim 25:27 (55.) gleich vier freie Würfe in Folge ab und verhinderte damit die mögliche Wende und sicherte ihrem Team damit den zweiten Saisonsieg. Schon vor dem Abpfiff kullerten dann auch bei Anna-Lena Meyer, die nach zehn Jahren im TVO-Trikot eine Pause einlegt und sich gerne mit einem Sieg von eigenen Fans verabschiedet hätte, die Tränen. Und die sollten nach Spielende auch nicht so schnell trocknen, da sie neben Torhüterin Larissa Gärdes, die ebenfalls eine Pause einlegt, mit sehr emotionalen Worten von Lisa-Marie Gerling und Shiva Esser gebührend verabschiedet wurde.
Quelle: Kreiszeitung, Autor: Kai Caspers
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