Neuer Coach für das Bindeglied

Der TV Oyten stellt mit Kai Flathmann den künftigen Trainer der Oberliga-Frauen vor



Trainer Kai Flathmann (links) übernimmt den TV Oyten II. Sehr zur Freude von Spartenleiter Daniel Moos. (Jürgen Prütt)

Oyten. Beim TV Oyten ist eine Trainersuche mit Hindernissen zu Ende gegangen. Mit Kai Flathmann hat der Vorstand der Handball-Abteilung am Dienstag einen neuen Coach für seine in der Oberliga spielenden zweite Frauenmannschaft präsentiert. Der 39-jährige Bremerhavener tritt bei den „Vampires“ die Nachfolge von Jens Dove an, von dem sich der Verein Anfang März einvernehmlich getrennt hatte. Die letzten beiden Spiele vor dem Abbruch der Saison 2019/2020 hatte der TV Oyten II in der Oberliga Nordsee ohne Trainer bestritten. Mit 20:20 Zählern war die Drittliga-Reserve am Ende auf dem zehnten Tabellenplatz gelandet.

Platz sechs mit der männlichen B-Jugend der JSG TV Langen/LTS Bremerhaven/TV Spaden in der Landesliga – mit dieser Empfehlung kommt Kai Flathmann in den Landkreis Verden. Die Trainerstelle bei den Frauen des TV Oyten II ist für den C-Lizenzinhaber die erste im Seniorenbereich. Sechs Jahre lang sei er für den Nachwuchs aus der Seestadt tätig gewesen, erklärt Kai Flathmann bei seiner Präsentation am Dienstagabend. Ab der D-Jugend habe er die Talente aus Bremerhaven gecoacht.

Beim TV Oyten war die Suche nach einem neuen Übungsleiter für die Oberliga-Mannschaft durch die Covid-19-Pause kräftig ins Stocken geraten. „Wir hätten in Sachen Nachfolger für Jens Dove gerne früher Vollzug vermeldet, uns ist dann aber Corona dazwischen gekommen“, sagte Daniel Moos. An ein persönliches Treffen oder gar an ein Schnuppertraining sei nach dem plötzlichen Saisonabbruch Mitte März nicht zu denken gewesen, verweist der Abteilungsleiter der Oytener Handballer auf die schwierigen Begleitumstände. Am vergangenen Donnerstag habe man sich erstmals zusammengesetzt. Moos: „Wir sind dann schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen.“Flathmann soll ein Team coachen, das in Zukunft wieder mehr zum Bindeglied zwischen Drittligateam und A-Jugend werden soll. Man wolle die jungen Talente über das Oberligateam an den Frauenbereich heranführen und dürfe bei der zweiten Mannschaft nicht nur an Tabellenplätze denken, erläutert Sebastian Kohls. Mit den A-Juniorinnen der „Vampires“ hatte Kohls in der vergangenen Spielzeit in der Verbandsliga den Titel und damit einen Direktplatz für die Vorrunde zur Oberliga in der neuen Saison geholt. Auch sogenannte U21-Spielerinnen aus dem Drittligateam würden für die Reserve auflaufen. Man wolle wieder mehr in den „Ausbildungsmodus“ kommen, umreißt Kohls ein Ziel. Zuletzt habe man aus der Reserve heraus immer wieder in der ersten Mannschaft „Feuer löschen“ müssen, verweist Kohls auf die personelle Schieflage im Drittligateam unter Trainer Jörg Leyens.

Mit den Zwillingen Nathalie und Mirja Meinke, Jana Stoffel, Sabine Peek und Jasmin Johannesmann zählen fünf Spielerinnen demnächst zum Kader der ersten Mannschaft, die in der vorigen Spielzeit noch für die Reserve aufgelaufen sind. Målin Ankersen wird zukünftig wieder für ihren Heimatverein VfL Stade auflaufen. Trotz der Abgänge stehe bei der zweiten Mannschaft das Gerüst, versichert Daniel Moos. Zwölf Spielerinnen begrüßte Kai Flathmann am Dienstag zu seiner ersten Trainingseinheit. Darunter waren auch Alena Böttjer aus der Drittvertretung sowie Julia Otten, die zuletzt berufsbedingt kürzer treten musste. Er sei optimistisch, dass es demnächst noch den einen oder anderen externen Zugang zu vermelden gebe, sagt Flathmann, der als Zivilkraftfahrer bei der Bundeswehr in Garlstedt beschäftigt ist. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Marc Winter und Lars Müller-Dormann, die beiden Trainern der 1. Frauen, sowie Sebastian Kohls, versichert der Nachfolger von Jens Dove. Mit seiner neuen Crew strebt er eine Platzierung im Mittelfeld der Tabelle an. „Ein einstelliger Tabellenplatz wäre klasse“, sagt Kai Flathmann.

Nicht mehr zu den Gegnern des TV Oyten II werden in der kommenden Saison der BV Garrel und der VfL Oldenburg III gehören. Während Oberliga-Meister Garrel in der 3. Liga – je nach Staffeleinteilung – auf Oytens erste Mannschaft treffen könnte, hat der VfL Oldenburg seine Drittvertretung aus der Oberliga zurückgezogen. Als Aufsteiger tauchen die HSG Bützfleth/Drochtersen (Landesliga Bremen) sowie GW Mühlen und die SG Neuenhaus/Uelsen (Landesliga Weser-Ems) neu in der Übersicht auf, die der Handballverband Niedersachsen (HVN) am 23. Mai veröffentlicht hat.

Insgesamt 31 Teams – drei mehr als in der Vorsaison – werden in der neuen Spielzeit bei den Frauen in den Oberligen Nordsee und Niedersachsen unterwegs sein. „Wie wir die Ligen einteilen, entscheiden wir, wenn wir die Info haben, wann wir wieder zum regulären Spielbetrieb in die Hallen dürfen“, sagt Jens Schoof. Erst dann, erklärt der Vizepräsident Spieltechnik des Verbandes, wolle man auch  den Rahmenterminplan veröffentlichen

.Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

11.06.2020, 09:42 Uhr Presseberichte