Lena Janssens schließt sich dem TV Oyten an

Die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten dürfen sich über eine weitere Verstärkung mit Zweitliga-Erfahrung freuen. Lena Janssens kehrt zu ihrem Jugendverein zurück


Bevor Lena Janssens zum SV Werder Bremen gewechselt war, lief sie in der Oberliga für den TuS Komet Arsten auf. Ihr Trainer hieß damals Marc Winter. 

 Oyten. Pläne sind nicht immer in Stein gemeißelt. Hin und wieder kommen unvorhergesehene Dinge dazwischen, die zum Umdenken zwingen. Genauso ist es jetzt Marc Winter und Lars Müller-Dormann – dem Trainer-Duo der Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten – ergangen. Ashley Butler hatte den „Vampires“ bereits für eine weitere Saison zugesagt. Aus beruflichen Gründen wird die US-amerikanische Nationalspielerin dem TVO jedoch fünf Monate fehlen. Also mussten sich Winter und Müller-Dormann noch einmal nach einer neuen Linkshänderin umschauen. Die Coaches sind schnell fündig geworden: Lena Janssens trägt in der neuen Saison das Trikot des TV Oyten.

Mit Lena Janssens, die auf der Rechtsaußenposition zu Hause ist, hat der TVO seine Qualität im Kader noch einmal erhöht. Denn die Linkshänderin hat vier Jahre für den SV Werder Bremen in der 2. Bundesliga gespielt. „Lena ist noch jung, aber eben auch eine erfahrene Spielerin“, sagt Marc Winter über die 27-Jährige. Bis zum Ende der Saison 2018/2019 war Lena Janssens Teil vom Zweitliga-Kader des SV Werder. Wegen ihres Referendariats zog sie dann jedoch einen Schlussstrich unter ihre Bundesliga-Laufbahn. Zuletzt lief sie aber wieder für die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen in der Oberliga West auf. Jedoch nicht lange: Schließlich trug die Zweitliga-Reserve des SVW in der abgebrochenen Saison 2020/2021 lediglich zwei Spiele aus. In diesen beiden Partien markierte Janssens jedoch zehn Treffer.In welchen Bereichen die Stärken bei der Handballerin liegen, weiß Marc Winter genau. Denn Trainer und Spielerin kennen sich gut. Vor fünf Jahren haben sie bereits zusammen gearbeitet – und zwar beim TuS Komet Arsten in der Oberliga. „Lena war damals unsere Haupttorschützin“, sagt Marc Winter, der nun hofft, dass Lena Janssens auch in Oyten zur Führungsspielerin wird.Für die Spielerin ist der Wechsel von Bremen zu den „Vampires“ indes ein Wiedersehen im doppelten Sinne. Denn die Linkshänderin trifft nicht nur ihren alten Coach wieder: Gleichzeitig kehrt Lena Janssens zu ihrem Jugendverein zurück. „Ich habe den Großteil meiner Jugendzeit in Oyten gespielt und den Verein in guter Erinnerung behalten“, sagt sie. Darüber hinaus sammelte sie auch im Frauenbereich der „Vampires“ ihre ersten Erfahrungen. Aus der A-Jugend des TVO wechselte sie im Sommer 2012 in die zweite Mannschaft. Anschließend ging es für sie weiter zum VfL Oldenburg III, danach zum TuS Komet Arsten und schließlich zum SV Werder in die 2. Bundesliga.Dass sie nun an den Ort zurückkehrt, an dem die Bierdenerin viele Jugendjahre verbracht hat, macht die 27-jährige Lehrerin ziemlich glücklich. „Ich freue mich auf jeden Fall auf viele bekannte Gesichter“, sagt sie voller Vorfreude. Eines dieser bekannten Gesichter ist Lotta Heinrich. Mit ihr spielte Lena Janssens mit Werder in Liga zwei und zuletzt auch für die zweite Mannschaft des SVW in der Oberliga. Nachdem die Anfrage von Marc Winter bei ihr eingetrudelt ist, nahm sich Lena Janssens ein paar Tage zum Nachdenken. Am Dienstag sagte sie schließlich zu. „Ich habe den Wunsch, noch einmal in der 3. Liga anzugreifen“, sagt sie über ihren Entschluss. „Meine Ausbildung zur Lehrerin ist beendet. Daher kann ich jetzt auch wieder mehr Aufwand betreiben.“ 

Mit der Verpflichtung von Lena Janssens sei die Kaderplanung nun endgültig abgeschlossen, versichert Marc Winter. In den vergangenen Tagen hatte die Zusammenstellung des Teams noch einmal richtig Fahrt aufgenommen. Neben Lena Janssens hatte Winter die Verpflichtungen der beiden Werderanerinnen Lotta Heinrich und Laura Sposato verkündet. „Jetzt reicht es aber auch“, sagt der Coach schmunzelnd. „Wir haben jetzt 14 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen.“ Was nun noch fehle, sei die ersehnte Erlaubnis, wieder gemeinsam trainieren zu dürfen.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

30.03.2021, 17:39 Uhr Presseberichte